Foto: Schluchseewerk AG
Mit einem Stauziel von 1048 Metern über NHN ist das Becken die höchstgelegene Stauanlage Deutschlands. Es misst 700 Meter in der Länge, 300 Meter in der Breite und erreicht eine Wassertiefe von 46 Metern. Ein Meisterwerk der Technik mit beeindruckenden Daten, das die Schluchseewerk AG hier errichtet hat.
Mit einem Stauziel von 1048 Metern über NHN ist das Becken die höchstgelegene Stauanlage Deutschlands. Es misst 700 Meter in der Länge, 300 Meter in der Breite und erreicht eine Wassertiefe von 46 Metern. Ein Meisterwerk der Technik mit beeindruckenden Daten, das die Schluchseewerk AG hier errichtet hat.
Foto: Schluchseewerk AG

Schwarzwälder Rekorde: Hornbergbecken -Deutschlands höchstgelegenes Staubecken

14. Mai 2026
Es ist ein Rekord, der selbst im wasserreichen Schwarzwald herausragt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ja, das Hornbergbecken bei Herrischried ist nicht nur das Oberbecken des Kavernenkraftwerks Wehr, sondern zugleich die höchstgelegene Stauanlage Deutschlands. Hoch über dem Hotzenwald gelegen, verbindet es technische Spitzenleistung mit einem der beeindruckendsten Aussichtspunkte der Region.

Ein Kraftpaket im Hotzenwald

Das Hornbergbecken gehört zum Pumpspeicherkraftwerk Wehr, das von der Schluchseewerk AG betrieben wird. Seit seiner Inbetriebnahme 1975 dient es ausschließlich der Stromerzeugung im Pumpspeicherbetrieb. Die enorme Fallhöhe von 630 Metern zwischen Ober- und Unterbecken – der Wehratalsperre – ermöglicht eine mittlere Jahreserzeugung von rund 1,16 Milliarden Kilowattstunden und macht die Anlage zu einer der leistungsstärksten ihrer Art weltweit.

Die Daten des Rekordes

Mit einem Stauziel von 1048 Metern über NHN hält das Becken seinen Rekord als höchstgelegene Stauanlage des Landes. Es misst 700 Meter in der Länge, 300 Meter in der Breite und erreicht eine Wassertiefe von 46 Metern. Insgesamt fasst das Oberbecken 4,4 Millionen Kubikmeter Wasser. Die Dammkonstruktion besteht aus Fels- und Erdmassen, die Innenseite ist mit Asphaltbeton abgedichtet. Im Becken stehen der Einlaufturm und der Aufzugturm, die am Kopfende miteinander verbunden sind; der Zugang erfolgt über einen unter der Beckensohle verlaufenden Gang.

Fast unsichtbar in die Landschaft integriert

Nach Fertigstellung wurde die Außenseite des Damms mit rund 40.000 Bäumen und Sträuchern bepflanzt – ein landschaftsbauliches Großprojekt, das das Becken bis heute harmonisch in die Waldlandschaft des Hotzenwalds einbettet.

Und jetzt noch ein stimmungsvolles Bild von der Anlage. Dem Himmel so nah. Bild: Schluchseewerk AG

Aussichtspunkt mit Alpenpanorama

An der Südseite der Dammkrone liegt einer der schönsten Aussichtspunkte des Hotzenwalds. Bei klarer Sicht reicht der Blick von den Allgäuer Alpen bis zum Mont Blanc. Der Aussichtspunkt ist vom Parkplatz östlich unterhalb der Dammkrone in wenigen Minuten erreichbar. Von hier starten auch Rundwanderwege, darunter ein etwa einstündiger, 3,7 Kilometer langer Spaziergang, der zusätzlich zur Ödlandkapelle führt. Der Weg über die Dammkrone selbst bleibt aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt.

So kommt man am besten hin

Mit dem Auto erreicht man das Hornbergbecken am einfachsten über Herrischried. Von dort folgt man der Beschilderung Richtung Hornberg und Ödlandkapelle. Die Straße führt direkt zum Parkplatz unterhalb der Dammkrone auf der Ostseite. Von hier sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Aussichtspunkt.

Sehr beliebt ist zudem ein rund 3,7 Kilometer langer Spaziergang, der vom Parkplatz zum Hornbergbecken und weiter zur Ödlandkapelle führt. Die Strecke ist leicht begehbar und bietet ohne große Anstrengung eindrucksvolle Fernblicke.

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