Schwarzwälder Pilzsaison: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Der flockenstielige Hexenröhrling gehört zu den im Schwarzwald relativ häufig vorkommenden Pilzen, wird aber nur von Kennern gesammelt, da er eben nicht ganz so ausschaut wie ein Steinpilz.Der flockenstielige Hexenröhrling gehört zu den im Schwarzwald relativ häufig vorkommenden Pilzen, wird aber nur von Kennern gesammelt, da er eben nicht ganz so ausschaut wie ein Steinpilz.Foto: Björn Wergen/Pilzzentrum

Schwarzwälder Pilzsaison: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Mittwoch, 29 August 2018

Bislang war die Pilzsaison im Schwarzwald dann doch eher Flop. Ein großer sogar. Kein Wunder, bei der Trockenheit der letzten Wochen und Monate. Doch einer der kompetentesten deutschen Pilzexperten macht allen Pilzfreunden Hoffnung. Der Leiter des Pilzzentrums in Hornberg, Björn Wergen: „Es muss nur ein paar Tage regnen. Dann kommen sie.“

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Sie ist also noch längst nicht gelaufen, die bis jetzt so dürftige Pilzsaison. Für viele Pilzsammler geht es ohnehin erst im Herbst in die Pilze, obwohl diese eigentlich das ganze Jahr über Saison haben. Auch im Schwarzwald, wobei – so der Pilzexperte - die Pilzlandschaft um diese Jahreszeit eben am vielseitigsten, die Diversität am größten ist.  

Es gibt sie also noch, die Hoffnung auf Steinpilze, Pfifferlinge, Maronenröhrlinge, Herbst-Trompeten, flockenstielige Hexenröhrlinge, Maronenröhrlinge und Co. Doch neben den vielen genießbaren Sorten gibt es nun eben natürlich auch im Schwarzwaldh giftige. Vorsicht ist also angesagt. „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht“ heißt ein altes deutsches Sprichwort. Und so sollte es – ja muss es– jeder mit den Pilzen halten.  Nicht, dass es am Ende ein böses und im schlimmsten Fall gar kein Erwachen mehr gibt.

So viel hat Björn Wergen an den Schwarzwälder Pilzsammlern eigentlich gar nicht auszusetzen, appelliert, dass sie nur Pilze mitnehmen, die gesammelt werden dürfen, wobei es Pilze gibt, die gar nicht, bedingt oder ohne Beschränkung beschränkt gepflückt dürfen. Grundregel des Pilzexperten: „Nicht mehr pflücken, als man für den Eigenbedarf braucht.“

Und dann hat der Pilzexperte dann doch noch einen Hinweis für all die Pilzfreunde, die ihre Lieblinge in den großen Lebensmittelgeschäften kaufen. Während beispielsweise Salate bei den ersten welken Blättern aus den Regalen genommen würden, ist man da nach den Beobachtungen Wergens mit Pilzen oft wesentlich nachlässiger. Zum Leidwesen des Experten, der für ein solchen Verhalten nicht das geringste Verständnis aufbringt. Also aufpassen, ob das auch noch frisch ist, was da in den Einkaufskorb wandert. Pilze haben nun wie andere Produkte die Eigenschaft, dass sie nur bedingt halt- und verzehrbar sind.

Mehr über die Schwarzwälder Pilzlehrschau erfahren Sie hier

Björn Wergen ist der Chef der 1962 gegründeten Schwarzwälder Pilzlehrschau in Hornberg. Das Pilzzentrum mit seinem großen Informations-, Aus- und Weiterbildungsangebot ist das mit Abstand älteste in ganz Deutschland und in seiner Art mit seinem großen Angebot bis heute einmalig, auch nachdem in der Zwischenzeit im Schwäbischen Wald und in Thüringen zwei weitere Pilzschulen dazugekommen sind. Mehr über die Schwarzwälder Pilzlehrschau erfahren Sie auch direkt auf den sehr informativen Seiten der Pilzlehrschau www.pilzzemtrum.de.

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