Komm, schau ins Land vom Schauinsland!

Komm, schau ins Land vom Schauinsland!Foto: Von Ipab - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19813679

Komm, schau ins Land vom Schauinsland!

Freitag, 09 Oktober 2020

Sicher, wenn es um die Höhe geht, rangiert der Schauinsland mit seinen 1284 Metern gerade einmal auf Platz 17 in der Reihenfolge der höchsten Schwarzwaldberge. Doch wenn es um die Bekanntheit und die Beliebtheit geht, gehört der Hausberg von Freiburg ganz sicher zu den Top-Ausflugszielen des Schwarzwalds.

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Top-Ausflugsziel im Schwarzwald

Dafür gibt es natürlich viele Gründe. Vor allem die fantastische Aussicht, die Sie von hier oben genießen. Nicht umsonst heißt der Berg so wie er heißt. Dabei ist schon die Fahrt mit der Schauinslandbahn nach oben klasse. Einmal abgesehen davon, dass Sie oben neben der Aussicht eine ganze Reihe weiterer Attraktionen erwartet.

Auch die Schauinslandbahn ist nicht irgendeine Bahn, sondern die längste nach dem Umlaufprinzip konzipierte Seilbahn Deutschlands. Von der auf 473 Meter Höhe in Horben bei Freiburg gelegenen Talstation bis hinauf zur Bergstation auf 1219 Metern überwindet die Schauinslandbahn bei einer Länge von 3600 Metern einen Höhenunterschied von 746 Metern.

Blick über Schwarzwald bis zu den Alpen

Weit über 300.000 schweben jährlich mit ihr nach oben. Schon die Fahrt ist ein Erlebnis. Der Blick aus der Gondel schweift über die Rheinebene, den Kaiserstuhl bis in die Vogesen, während vom Gipfel oben die Sicht über den traumhaften Hochschwarzwald mit dem Feldberg bis weit hinaus zur Alpenkette reicht. Wer sich die Mühe macht und auf dem Gipfel den 22 Meter hohen Aussichtsturm besteigt, erspäht bei entsprechender Witterung sogar den Mont Blanc.

Der Berg lädt zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen ein. Rund um den Turm führt ein Rundweg, vorbei an naturbelassenen Weiden und begleitet von einem Themenpfad mit märchenhaften Holzskulpturen. Bei Bikern weckt der Berg den Sportsgeist, Off-road mit dem Mountainbike kann man den Gipfel von vielen Seiten bezwingen. Für Rennradfahrer ist er ein Klassiker zum Feierabend oder am Wochenende.

Aber auch sonst bietet der Hausberg Freiburgs den Sportbegeisterten zahlreiche Möglichkeiten: Sportkletterer finden nahe der Bergstation der Schauinslandbahn wunderschöne Felsen. Der stete Wind hat nicht nur zu reizvollen und bizarren Buchenwuchs geführt, sondern bietet den Besitzern von bunten Lenkdrachen nicht nur im Herbst optimale Verhältnisse. Und auch Gleitschirmflieger kommen auf dem Schauinsland voll auf ihre Kosten!

Wintersportparadies Schauinsland

Auch im Winter ist auf dem Schauinsland einiges los. Die verschneiten Hänge werden von Skifahrern, Snowboardern, Rodlern und Schneeschuhwanderern gleichermaßen bevölkert. Auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Eine der Einkehrmöglichkeiten auf und rund um den Schauinsland ist das direkt an der Schauinslandbahn gelegene Café und Restaurant „Die Bergstation“

Tod im Schnee

Vielleicht schauen Sie sich auch einmal das Engländer-Denkmal an, das an ein schweres Bergunglück erinnert. Am 17. April 1936 eine Gruppe von 27 englischen Schülern hier in Bergnot, nachdem sie trotz ungünstiger Wettervorhersage unter Leitung ihres Lehrers von Freiburg aus   auf den Berg gewandert war. Auf dem Kamm verlor die Gruppe in einem Meter Neuschnee, Nebel und Schneesturm die Orientierung. Durch beherztes Handeln der Hofsgrunder Bevölkerung konnten die meisten der Schüler gerettet werden, fünf starben allerdings an Erschöpfung.

Erwähnenswert ist auch das Museumsbergwerk in Gipfelnähe: Im größten Silberbergwerk Süddeutschlands können Sie hautnah über 700 Jahre Bergbaugeschichte erleben. Neben Silber wurden hier einst auch Blei und Zink abgebaut. Nicht von ungefähr wurde der Schauinsland im Volksmund auch „Erzkasten“ genannt. Die Grubenbauten des Bergwerks hatten eine Länge von insgesamt rund 100 Kilometer. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts waren hier rund 250 Bergleute beschäftigt. 1954 wurde der Bergbau wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt.

Deutschlands Super-Archiv

Einer der Stollen ist der Barbarastollen. Es ist der wohl sicherste Platz Deutschlands. Tief im Bauch des mächtigen Schauinslands ist in ihm Deutschlands Superarchiv, das kollektive Langzeitgedächtnis unserer Nation, atombombensicher gelagert.  Über eine Milliarde (!) historischer Dokumente werden hier für die Nachwelt aufbewahrt. Die Dokumente reichen von der Krönungsurkunde Otto des Großen aus dem Jahr 936 bis hin zu den Verträgen zur deutschen Einheit oder aber auch so schrecklichen Dokumente wie die Vernichtungsbücher der Konzentrationslager.

Der Stollen ist damit das größte Archiv für Langzeitarchivierung in ganz Europa und das zweitgrößte auf der ganzen Welt. Nur die Mormonen in Utah haben noch ein größeres. Ab und zu gibt es sogar Führungen. Mehr über den Stollen unter

www.schwarzwald-aktuell.eu/news/g-schichtle-4-atombombensicher-deutschlands-superarchiv-tief-im-schauinsland

Weitere Infos über den Schauinsland unter www.schauinslandbahn.de

 

 

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