Kinzigtäler Flößerwoche: Von kernigen Männern und langen Stämmen

Kinzigtäler Flößerwoche: Von kernigen Männern und langen StämmenFoto: Schwarzwald Tourismus Kinzigtal e.V.

Kinzigtäler Flößerwoche: Von kernigen Männern und langen Stämmen

Sonntag, 23 September 2018

Das uralte Schwarzwälder Handwerk der Flößerei können Sie vom 29. September bis zum 7. Oktober auf vielfältigen interessanten Veranstaltungen auf der Kinzigtäler Flößerwoche kennenlernen.

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Insgesamt 13 Veranstaltungen zählt das Programm, das die Touristiker der Orte Loßburg, Alpirsbach, Schenkenzell, Schiltach und Wolfach gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus den Gemeinden und mit Förderung des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord ausgearbeitet haben. Sie wollen damit die reiche Kulturgeschichte, die das Kinzigtal der Flößerei zu verdanken hat, erlebbar machen. Natürlich kann man in der Aktionswoche die Flößer bei ihrer harten Arbeit auf der Kinzig bewundern. Eine Floßfahrt auf der Kleinen Kinzig bildet am 7. Oktober den Schluss- und Höhepunkt der Kinzigtäler Flößerwoche.

Aber es ist nicht nur die Flößerei, die während der Flößertage beleuchtet werden, sondern auch die damit verbundenen Arbeiten in der damaligen Zeit in Wald- und Wasserwirtschaft sowie im Bergbau.  Es ist die perfekte Gelegenheit, um die vielfältige Kulturgeschichte der Flößerei und Holzbringung im oberen Kinzigtal hautnah erleben. So wird beispielsweise am Samstag, 6., Oktober, ein Holländerstamm mit der Hand geschlagen.

Über 700 Jahre – bis zum Ende des 19. Jahrhunderts – war das Kinzigtal ohne Flößerei mit seinen zuarbeitenden Handwerkern. Über lange Zeit war es die Haupteinnahmequelle der Menschen. Kernige Männer waren es, die auf nassen Baumstämmen balancierend ihre Flöße aus mächtigen Baumstämmen, lang wie ein Zug, gekonnt den brodelnden Fluss hinabsteuerten.  Es war ein gefährlicher Job und ein wichtiger Wirtschaftszweig, wobei die Reise der Holzstämme oft über den Rhein bis nach Holland ging. Auch dort war das Holz aus dem Schwarzwald gefragt, wobei die „Besatzung“ der Floße in Willstätt wechselte. Dort wurden die Stämme in der Regel von den Rheinflößern übernommen wurde.

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