Freiburg und sein „Schönster Turm auf Erden“

Ein faszinierendes Bauwerk: der Turm des Freiburger Münsters. Ein faszinierendes Bauwerk: der Turm des Freiburger Münsters. Foto: Oliver/stock.adobe.com

Freiburg und sein „Schönster Turm auf Erden“

Dienstag, 25 August 2020

Es ist das Wahrzeichen der Stadt Freiburg: das Münster. Sein 116 Meter in die Höhe ragender Westturm gehört zu den bekannten Türmen dieser Welt. 1869 wurde er von dem bekannten Kunsthistoriker Jacob Burckhardt sogar als „der schönste Turm auf Erden“ bezeichnet.

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Turm öffnet sich zum Himmel

Seine schweren Mauern und prächtigen Pfeiler im unteren Bereich symbolisieren die Verbindung zur Erde. Künstlerischer und architektonischer Höhepunkt bildet indes die 46 Meter hohe, nur noch aus Rippen und Maßwerkplatten bestehende Turmspitze, deren inneres Gerüst eingelegte Eisenanker, die sich zum Himmel öffnet Der in der Geschichte der Gotik erste vollständig durchbrochene Steinhelm wurde architektonisch und künstlerisch Vorbild für viele europäische Kirchtürme und weltberühmt. Nach der Fertigstellung des Turms um 1330 gehörte das Freiburger Münster über ein Jahrhundert zu den höchsten Kirchenbauten und damit auch zu den höchsten Gebäuden der Welt.

Blick von der Achteckhalle in die durchbrochene Turmspitze des Freiburger Münsters. Foto: Von Andreas Schwarzkopf - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80211589Blick von der Achteckhalle in die durchbrochene Turmspitze des Freiburger Münsters. Foto: Von Andreas Schwarzkopf - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80211589
Blick von der Achteckhalle in die durchbrochene Turmspitze des Freiburger Münsters. Foto: Von Andreas Schwarzkopf - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80211589

Obwohl die Freiburger Altstadt bei dem schweren Luftangriff auf Freiburg am 27. November 1944 zu über 80% zerstört wurde und auch die meisten Häuser am Münsterplatz verwüstet waren, blieb das Münster wie durch ein Wunder von Bombentreffern verschont. Als eines von wenigen Bauwerken blieb es inmitten des Infernos stehen. Selbst der hochaufragende Westturm blieb erhalten und wurde für die Freiburger Bürger zum Hoffnungszeichen für den Frieden.

Corona verhindert Turmbesteigung

Normalerweise ist die Besteigung des Turms mit seiner Besucherplattform in70 Meter Höhe eigentlich ein Muss Von hier aus genießt man nämlich einen fantastischen Blick über die Stadt und die Region. Doch auch das Innenleben des Turms mit seiner Türmerstube, dem Glockenstuhl und den faszinierten Blick hoch in die durchbrochene lichtdurchflutete Turmspitze ist sehenswert. Doch ausgerechnet in dem Jahr, in dem die Stadt Freiburg ihren 900. Geburtstag feiert, ist dies unmöglich. Wegen des Corona-Virus für bislang unbestimmt Zeit gesperrt werden.

Berühmter Hochaltar

Aber auch schon der Blick von außen hoch ist wirklich ein Hit. Und da ist natürlich auch noch das beeindruckende Innere des Münsters mit seinen Sehenswürdigkeiten. Allen voran natürlich der großartige Hochaltar von Hans Baldung Grien, der den Flügelaltar zwischen 1512 und 1516 gemalt hat. Berühmt sind u. a. auch die einst von den Handwerkerzünften gespendeten farbenprächtigen Glasfenster. Unser Tipp: Machen Sie eine Münsterführung mit.

Silbervorkommen im Schwarzwald

Das Freiburger Münster wurde übrigens im Wesentlichen zwischen 1200 und 1513 erbaut und gehört damit den wenigen großen gotischen Kirchen, die einschließlich des Turms noch im Mittelalter fertiggestellt wurden. Die reichen Silbervorkommen im Schwarzwald mit denen Freiburg reich geworden war und die ergiebigen Sandsteinvorräte in der Stadt waren dabei ideale Voraussitzungen für die Errichtung dieses großartigen Bauwerks.

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