Erster Goldschakal in der Ortenau
Die zuständige Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg hat bestätigt, dass das Ende von einer Wildtierkamera nahe der Hornisgrinde fotografierte Tier eindeutig ein Goldschakal sei. Es ist der erste, der im Ortenau nachgewiesen wurde. Mal im Ortenaukreis nahe der Hornisgrinde nachgewiesen.
Der Wildbeauftrage des Ortenaukreises, Maximilian Lang glaubt, dass es sich um ein durchziehendes Tier handle, das möglicherweise aus dem benachbarten Schwarzwald-Baar-Kreis stamme. Dort gab es bereits mehrfach Nachwuchs von einem Goldschakalpärchen, der durch Fotofallen nachgewiesen ist.
Im Juli vierfacher Nachwuchs im Schwarzwald-Baar-Kreis
Dort gab es bereits mehrfach Nachwuchs von einem Goldschakalpärchen, der durch Fotofallen nachgewiesen ist. Zuletzt im Juli dieses Jahres, als vier Welpen entdeckt wurden. Damit gab es hier bereits das fünfte Jahr in Folge. Zwei weitere wurden im Kreis Konstanz entdeckt. Der Schwarzwald-Baar-Kreis war übrigens auch der Kreis, in dem es deutschlandweit 2021/22 den ersten Nachwuchs gab. Es scheint, als ob der Goldschakal auf dem besten Wege ist, im Schwarzwald heimisch zu werden.
Goldschakale sehr scheue Tiere
Goldschakale sind sehr scheu, daher werden sie in der Regel kaum wahrgenommen – viele Sichtungen stammen von Wildtierkameras. In Europa ist der Goldschakal in Südosteuropa und auf dem Balkan beheimatet, von wo er sich seit den 1990er Jahren erfolgreich nach West- und Nordeuropa ausbreitet und jetzt ganz offensichtlich auch bei uns angelangt ist. In Baden-Württemberg gab es allein im ersten Halbjahr 2025 bereits 23 Sichtungen: bei Karlsruhe, im Landkreis Böblingen sowie im Enzkreis.
Schutzstatus des Goldschakals
Eine direkte Gefahr stellt der Goldschakal für die Menschen nach Einschätzung des NABU nicht dar. Wie bei allen Wildtieren gelte jedoch, dass er nicht gefüttert werden sollte. Eine Begegnung sei aber ohnehin sehr selten.
„Schafrisse sind selten“
Ihre Nahrung besteht überwiegend aus kleineren Säugetieren bis zur Größe eines Rehs, Vögeln, Reptilien, Amphibien, Insekten, pflanzlicher Kost, Aas und Abfällen. „Der Goldschakal ist grundsätzlich auch in der Lage, Nutztiere bis zur Größe eines Schafes zu reißen, tut dies in der Regel jedoch selten“, erläutert Hans-Georg Pfüller, Leiter des Amts für Waldwirtschaft beim Landratsamt Ortenaukreis.
Schutzstatus des Goldschakals
Der Goldschakal unterliegt in Deutschland und Baden-Württemberg nicht dem Jagdrecht. Er ist naturschutzrechtlich geschützt und im Anhang V der europäischen FFH-Richtlinie gelistet. Hinweise oder Beobachtungen zu möglichen weiteren Sichtungen können an den Wildtierbeauftragten des Landkreises oder an die FVA in Freiburg gemeldet werden.






