Ausflugstipp: Das Hüsli – wo 'Prof. Dr. Brinkmann' zu Hause war

Das Hüsli: Für viele ist es ganz einfach das Wohnhaus von Prof. Dr. Brinkmann, in Wahrheit aber ein wirklich sehenswertes Museum. Das Hüsli: Für viele ist es ganz einfach das Wohnhaus von Prof. Dr. Brinkmann, in Wahrheit aber ein wirklich sehenswertes Museum.

Ausflugstipp: Das Hüsli – wo 'Prof. Dr. Brinkmann' zu Hause war

Freitag, 02 November 2018

Sie kamen zu Tausenden mit Bussen und Autos, neue Parkplätze mussten angelegt werden und sie standen Schlange, wollten alle nur eines sehen: das Haus in dem Prof. Dr. Brinkmann (Klausjürgen Wussow), der Chef der „Schwarzwaldklinik“ wohnte.

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Die in den 1980er-Jahren im ZDF gesendete Serie war eine der erfolgreichsten, die in Deutschland je zu sehen waren.  Bis zu 28. Millionen Besucher lockte sie Woche für Woche vor die Bildschirme Auch international wurde sie zu einem Riesenerfolg, in sage und schreibe 38 Ländern verkauft. 

Dies alles führte dazu, dass das Hüsli in Grafenhausen, in unmittelbarer Nähe zur berühmten Rothaus-Brauerei gelegen, zu einem regelrechten Wallfahrtsort für Schwarzwald-Klinik-Fans wurde. Hier war Prof. Dr. Brinkmann, der Chefarzt der Klinik daheim, wobei hier die Außenaufnahmen gedreht wurde. Bis heute gibt es nicht wenige, die das Hüsli vor allem deswegen aufsuchen.

Natürlich ist das ein Grund, dem Hüsli einen Besuch abzustatten, doch in erster Linie ist das Hüsli ein Museum. Und das seit nunmehr genau 50 Jahren. Klar, dass dies auch entsprechend gefeiert wurde. Mit dabei auch Barbara Wussow, einer der großen Stars der Serie.

Das Hüsli wurde 1911 als luxuriöser Ferienwohnsitz durch die Berliner Konzertsängerin Helene Siegfried erbaut Mit Akribie trug die damals hochgefeierte Konzertsängerin, Tochter eines Lörracher Fabrikanten, während ihrer Schwarzwaldaufenthalte jahrelang Bauteile und Einrichtungsgegenstände alter Bauernhöfe und Kunstgegenstände der Region zusammen und ließ alles original in ihr „Hüsli“ einbauen.

Mit seinem heruntergezogenen Dach, den gemütlichen Stuben mit bemalten Decken, Türen, Wandschränken und Kachelöfen schuf sie mit dem Hüsli, wie sie ihr Haus selbst nannte, ein architektonisches Gesamtkunstwerk. Sie sammelte Uhren, Porzellan und Hinterglasbilder, Gemälde, Glas und Schnitzkunstwerke- alles wird im Original-Interieur gezeigt.

Die liebevoll zusammengetragene Sammlung, die die Besucherinnen und Besucher im Hüsli erwartet, besteht aus profaner und sakraler Kunst, aus vielen kleinen und großen Dingen des Alltags. Alles ist echt und alt und größtenteils so geblieben, als wolle die ehemalige Konzertsängerin im nächsten Augenblick zur Tür hereintreten, um das schöne Haus wieder zu bewohnen.

Die jungen Besucher des Hüsli können bei einem Quiz ihr Wissen über das Heimatmuseum überprüfen. Das Museum ist täglich außer montags geöffnet. Weitere Infos unter www.hochschwarzwald.de/Attraktionen/Heimatmuseum-Huesli

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