Da Bach na: „Batsch – Nass“ oder „Furz –Trocken“

Achtung, glei kommet hinter mir di erschten da Bach na ... Achtung, glei kommet hinter mir di erschten da Bach na ... Foto: Von Annette Kasenbacher http://www.foto-kasenbacher.de/ - private photograph, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3150508

Da Bach na: „Batsch – Nass“ oder „Furz –Trocken“

Montag, 05 Februar 2018

Keine Sorge, Sie müssen in keines der 40 abenteuerlichen Gefährte einsteigen, die sich da in die reißenden Fluten der Schiltach stürzen und am Rosenmontag (12. Februar) da Bach na fahren, aber eine schlafwandlerische Sicherheit beim Ausschrei der Da-Bach-Na-Fahrer-Rufe wird dann von Ihnen schon erwartet.

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Schließlich gilt es die „Da Bach-na-Fahrer mächtig anzufeuern, wenn sie sich genau um 13 Uhr auf ihre abenteuerliche über 500 Meter lange Reise machen. Entweder sie gehen baden oder kommen einigermaßen trocken ins Ziel. Mit zum Teil halsbrecherisch anmutenden Kunststücken versuchen sich die waghalsigen Frauen Männer dabei über Wasser zu halten.

Jetzt lassen Sie uns aber erst mal üben. Sie sollen schließlich in den Chor der 30 000 Zuschauer links und rechts der Schiltach mit einstimmen können. Die „Da-Bach-na-Fahrer“ sagen uns wie es geht:

Ruf 1: „Kanal – Voll“: „Kanal“ schreit der Fahrer – „Voll“ der Zuschauer. Nein, nein, der Ruf „bezeichnet nicht den Zustand einiger Zuschauer nach stundenlangem Stehen in der Kälte und dem daraus resultierenden Genuss von Glühwein, sondern bezieht sich auf den Wasserstand des Bachs, der „Schiltach“.
Ruf 2: „Batsch – Nass“:   Auch hier gilt: „Batsch“ schreit der Fahrer – „Nass“ der Zuschauer. Dieser Ruf betrifft entweder den Zuschauer (wenn es regnet oder ein Zuschauer versehentlich ins Wasser fällt) oder – was eher die Regel ist – der Fahrer ins Wasser gefallen ist.
Ruf 3: „Furz – Trocken“: Betrifft grundsätzlich einen trockenen Fahrer – trocken, sehr zum Leidwesen der Zuschauer.
Ruf 4: „Narri – Narro“: Der klassische Narrenruf, zugleich der Langeweiler unter den Rufen am Schiltachufer. Für all diejenigen, die die obige Schlachtrufe entweder nicht lernen wollen oder nicht können.

Drei Wochen vor dem großen Ereignis erhalten die 80 Fahrer übrigens Jahr für Jahr bei der Zuberausgabe einen echten Brühzuber aus Holz, der dann in liebevoller Arbeit, passend zu einem selbst gewählten Motto, gebaut wird. Dabei werden lokale Themen ebenso auf die närrische Schippe genommen wie die große Politik.

Die 40 Zuberteams bauen aus Dachlatten, Kartons und Pappmaché ihren Aufbau um den Zuber herum, der einigermaßen schwimmfähig sein sollte. Viele helfen auch mit alten Kanistern und Autoschläuchen nach. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Nicht selten kentern die Gefährte trotzdem und kommen in vielen Einzelteilen unten am Ziel an, während die Kapitäne zu Fuß oder im kalten Wasser schwimmend das Ziel erreichen.

Wer die dekorierten Zuber in ihrer ganzen Schönheit sehen möchte, sollte am besten schon am Montagmorgen in die Talstadt kommen. Um 10.30 Uhr startet der Zuberumzug durch die Fußgängerzone und um diese Zeit sind noch alle Gefährte komplett.

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Ach ja, noch etwas. Am Nachmittag – also nach der spektakulären findet in der Schramberger Innenstadt dann noch ein großer Umzug mit zahlreichen Gastzünften statt. Ebenfalls sehenswert!

Weiter Infos unter  www.bach-na-fahrt.de und www.narrenzunft-schramberg.de

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