Ausflugstipp: Balzer Herrgott – wo Christus aus der Buche schaut

Ausflugstipp: Balzer Herrgott – wo Christus aus der Buche schautFoto: Tobias Baumann | DNA-Marketing

Ausflugstipp: Balzer Herrgott – wo Christus aus der Buche schaut

Samstag, 17 November 2018

Es ist ganz sicher eines der außergewöhnlichsten Ausflugsziele im Schwarzwald und für nicht wenige bis heute eine Pilgerstätte. Die Rede ist vom Balzer Herrgott, einer in eine rund 300 Jahre alte Buche eingewachsene steinerne Christusfigur, der Jahr für Jahr Tausende einen Besuch abstatten. Und die wenigsten gehen wieder, ohne den Herrgott abgelichtet zu haben.

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Natürlich fragt sich jeder, wie die Figur, der Arme und Beine fehlen, denn in den Baum kam. Ziemlich sicher ist, dass sie zwischen 1870 und 1880 an dem Baum befestigt worden ist. Woher sie stammt, weiß so recht niemand, was natürlich jede Menge Spekulationen und Sagen zur Folge hat. Haben die Figur tatsächlich, wie manche glauben, französische Hugenotten bei ihrer Flucht aus Frankreich hier abgelegt. Oder waren es vielleicht Royalisten aus dem gleichen Land die vor der französischen Revolution türmten? Oder stammt sie vielleicht doch aus der Region?

War sie – was viele glauben – doch Teil des Hofkreuzes des Königenhofs im nahe gelegenen Wagnertal? Als der 1844 durch eine verheerende Schneelawine vollständig zerstört wurde, sollen dabei Arme und Beine der Figur abgebrochen sein. Genau werden wir das wohl nie erfahren.

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Ein Rätsel gibt es auch um den Namen der Figur. um einen soll er auf den Namen eines Bauern zurückzuführen sein (Balzer = Balthasar). Zum anderen wird gesagt, dass der Ort an dem die Buche steht, früher ein Balzplatz für Auerhähne gewesen sein soll.

Jahr für Jahr schauen Tausende beim Balzer Herrgott vorbei, der ganz sicher mit zu den meist fotografierten Objekten im gesamten Schwarzwald gehört. Immer wieder mal muss der Mensch mit sorgfältigen Restaurierungsarbeiten nachhelfen, damit die berühmte Figur nicht gänzlich in dem Baum verschwindet.

Klar, dass sich der Besuch des Balzer Herrgott mit einer herrlichen, Rundwanderung verknüpfen lässt. Zum Beispiel mit der BValzer Herrgottsrunde, die auf knapp 17 Kilometer nicht nur an dem Herrgott vorbeiführt, sondern auch eine Blick auf den „Unterfallengrundhofhof“, der als „Fallerhof“ der gleichnamigen Fernsehserie bekannt ist, sondern auch an einer der berühmtesten und wohl meist fotografierten Mühe des Schwarzwalds, der Hexenlochmühle. Ausgangspunkt der Wanderung ist in Gütenbach (Schwarzwald-Baar-Kreis) beim Felsenkeller. Die Tour ist als Paradiestour ausgeschildert. Im Internet finden Sie die Tour unter www.rad-und-wanderparadies.de/images/wandern/wanderbroschuere-band1.pdf

Wer keine Lust oder Zeit zum Wandern hat fährt von Furtwangen-Neukirch auf einem Sträßchen zur Hexenlochmühle hinunter. Von dort ist es nur ein kleiner Spaziergang bis zur der berühmten Christusfigur.

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