G’schichtle 78: Der Friedhof der 32 Schulbrüder in Unterkirnach

G’schichtle 78: Der Friedhof der 32 Schulbrüder in Unterkirnach

G’schichtle 78: Der Friedhof der 32 Schulbrüder in Unterkirnach

 

Er ist schlicht und klein. Vielleicht strahlt der kleine Friedhof gerade deshalb eine Atmosphäre aus, die den Besucher berührt, gefangen nimmt, ihn innehalten und darüber nachdenken lässt, welche Geschichte sich wohl mit diesem Friedhof und den Menschen verbindet, die hier ihre letzte Ruhe fanden.

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Nein, zu Grabe getragen wird hier heute niemand mehr. Was bleibt ist das stille Gedenken an die Menschen, die hier beigesetzt ist. Es ist der Friedhof, auf dem die Brüder des an der Straße von Unterkirnach nach Villingen ehemaligen Klosters Maria Tann in Unterkirnach ihre letzte Ruhe fanden. Nur wenige Meter sind es von hier bis zu ihrer einstigen Wirkungsstätte, dem Kloster Maria Tann, das heute als Wohnanlage dient.

Der Orden „Brüder der christlichen Schule“ siedelte sich 1919 an. 1926 erhielt er die Gelegenheit, im nahegelegenen Wald einen klostereigenen Friedhof anzulegen. Die bereits fünf auf dem Bergfriedhof in Unterkirnach beigesetzten Brüder des 1919 gegründeten Ordens wurden daraufhin 1927 exhumiert und auf dem Klosterfriedhof in einem Grab beerdigt. Insgesamt sind auf dem kleine Friedhof 32 Schulbrüder bestattet.

1969 verließen die letzten, nur noch wenigen Brüder Kloster Maria Tann. Dem Orden, der in Unterkirnach einst auch große Zeiten erlebte, fehlte es an Zulauf. Zurück blieb der Friedhof mit seinen Gräbern, den Grabsteinen mit den Namen der Brüder, seinen niedrigen Mauer, dem schmiedeeisernen Gitter und einem beeindruckenden Kreuz. Eine letzte Ruhestätte, die immer wieder Menschen in ihren Bann zieht.

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