G’schichtle 69: Sagenhafter Kandel-Felssturz in Walpurgisnacht

Sehen Sie, es gibt sie: die Kandelhexen. Wer mehr über sie wissen möchte, kein Problem. Sehen Sie, es gibt sie: die Kandelhexen. Wer mehr über sie wissen möchte, kein Problem. Foto: www.facebook.com/Kandelhexe/photos

G’schichtle 69: Sagenhafter Kandel-Felssturz in Walpurgisnacht

Diesen Tag wird man in dem Schwarzwald-Städtchen Waldkirch nie vergessen: Es ist die Walpurgisnacht, die Nacht zum 1. Mai, des Jahres 1981.

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Ausgerechnet in dieser Nacht, in der die Hexen auf dem sagenumwobendsten aller Schwarzwaldberge ihr Unwesen treiben sollen, bricht ein gigantisches Stück der Teufelskanzel ab. Unglaubliche 550.000 Tonnen der imposanten Felsformation donnern ins Tal hinab, wo sie noch heute liegen.

Kandel sagenumwobendster Schwarzwaldberg

Warum stürzte der Fels ausgerechnet in der Nacht der Hexen in die Tiefe? Als dann in den Felstrümmern tatsächlich auch noch ein Reisigbesen gefunden wird, schießen die Spekulationen völlig ins Kraut. Da müssen ganz einfach die Hexen, vielleicht sogar der Teufel höchstpersönlich ihre Hände im Spiel gehabt haben. Schon seit Jahrhunderten weiß man schließlich, dass auf dem 1243 Meter hohen imposanten Kandel in Walpurgisnacht nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

In der Tat ist bis heute ist nicht endgültig geklärt, was in jener Nacht zu dem Bruch des Felsens geführt hat. Der Geograf Werner Bätzing vermutet, dass eine Frostsprengung die Ursache gewesen sein könnte, die durch den Wechsel von tauendes und gefrierendem Wasser bewirkt wird. Ein Phänomen, das besonders im Frühjahr häufig auftritt.

Geklärt ist indes die Herkunft des Reisigbesens. Der stammt nachweislich nicht von einer Hexe, sondern von dem Felsmechaniker Peter Rambach, der in den Monaten vor dem Absturz Sicherungsarbeiten am Fels durchgeführt hat.

Sie sind der Meinung das sind der Zufälle zu viel? Na, vielleicht waren es dann doch die Kandelhexen. Sie können sie sogar selbst fragen. Wo Sie sie treffen können? Kein Problem: www.kandelhexen.de

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