G’schichtle 60: Von Villingern, einem Vogel und einem Ei

„Kreuzvögel“ wurden in alten Zeiten die Villinger genannt. Die damaligen Gemeinderäte höchstpersönlich hatten ein Ei des Vogels ausgebrütet. Ob das die heutigen auch noch hinkriegen würden? „Kreuzvögel“ wurden in alten Zeiten die Villinger genannt. Die damaligen Gemeinderäte höchstpersönlich hatten ein Ei des Vogels ausgebrütet. Ob das die heutigen auch noch hinkriegen würden? Foto: Stadtbild: WTVS Vögel: Wikipedia

G’schichtle 60: Von Villingern, einem Vogel und einem Ei

Ja, ja die Villinger, sie sind halt doch ein cleveres Völkchen und so auch nie um eine Idee verlegen.

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Doch wussten Sie, warum die Bewohner der hübschen Zähringerstadt eine ganze Weile den Spitznamen „Kreuzvögel“ hatten? Selbst bis Schwenningen, das heute zusammen mit den Villingern die attraktive Baden-Württemberg-Stadt Villingen-Schwenningen bildet, hatte sich das herumgesprochen. Und das kam so:

In den Wiesen vor dem Riettor entdeckte man einst im Gehege bei der Brunnenstube ein ungemein großes Ei. Sogleich wurde der Magistrat benachrichtigt, der das Riesen-Ei höchstpersönlich in die Stadt brachte. Nun stellte sich natürlich die Frage, was darin verborgen sein mochte und wie man den Inhalt herausbringen könnte.

Da man kein Tier kannte, welches fähig gewesen wäre es auszubrüten, entschloss sich der Stadtrat, diese Aufgabe höchstselbst zu übernehmen. Vom Ratsdiener bis zum Bürgermeister verlegten sich nun alle Herren auf das Ausbrüten des rätselhaften Eies.

Beseelt durch die Körperwärme des wohlbeleibten Konsuls, sprang endlich die Schale auf und ein wunderschöner Kreuzvogel (Kreuzschnabel) kam zum Vorschein. Der Magistrat hatte nun nichts Eiligeres zu tun als alle Stadttore verriegeln zu lassen, um das Entfliehen des Vogels zu verhindern.

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