G’schichtle 54: Feldsee: Von traumhafter Natur und bösen Geistern

G’schichtle 54: Feldsee: Von traumhafter Natur und bösen GeisternFoto: Nicole Schlatterer - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=79071859

G’schichtle 54: Feldsee: Von traumhafter Natur und bösen Geistern

Auf dem grün schimmernden Feldsee, den viele auch das „Auge des Feldbergs“ nennen, glitzern Sonnenstrahlen wie kristallene Perlen. Die steil aufragenden Felswände und mächtigen Tannen und Fichten, die das Ufer säumen, spiegeln sich auf dem Wasser.

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Wer auf einem der Felsen am Wasser sitzt und auf den 32 Meter tiefen See blickt staunt über die Urkräfte der Natur. Nach dem Abschmelzen des eiszeitlichen Gletschers verblieb der Karsee, der sich an sonnigen Tagen als wundersames Naturparadies mit seltenen Pfanzen präsentiert. Doch in der Tiefe walten auch andere, weit unheimlichere Mächte.

Der Feldberg war ein wildes, unzugängliches Gebirge, mit dunkeln Wäldern, Felsstürzen und extremen Naturgewalten. Finster und unergründlich, ein schwarzes Loch inmitten von schroffen Felsen und bizarren Bäumen – schon der bloße Anblick des Feldsees ließ den Menschen, die sich hierherwagten, das Blut in den Adern gefrieren.

Es war ein Ort, wo böse Geister hausten, die so grässlich waren, dass sogar die Hexen die Gegend mieden und stattdessen den Kandel als Versammlungsort wählten.

Seit undenklichen Zeiten wurden Geister und Dämonen in den Feldsee verbannt. Spukte es in einem Haus, wurde ein Priester gerufen, der den Geist mit einer Zauberformel in eine Flasche lockte. Zack, kam ein Korken drauf und ab zum Feldsee, wo der Dämon versenkt wurde. Die Verbannung wurde stets von dem unheimlichen Gemurmel der freien Geister begleitet. Und wehe dem, der seinen Namen hörte und zurückblickte: Den rissen die Geister in den Abgrund. 

Unter dem wilden Gesindel der Feldberggeister war der Dengelegeist der schlimmste. Sobald Nebel aufzog, verbreitete er mit seiner Sense Angst und Schrecken. Keinem Priester gelang es, ihn zu verbannen und so treibt er noch heute am Feldberg sein Unwesen und führt Wanderer bei dichten Nebel in die Irre.

Im den knapp zehn Hektar großen Weg führt ein herrlicher Rundweg. Wer auf dem berühmten, herrlichen  Premiumwanderweg „Feldberger Steig“ unterwegs ist, kommt ebenfalls am See vorbei.

Die Geschichte, die wir Ihnen hier erzählt haben, haben wir auf der Seite www.hochschwarzwald.de entdeckt.

 

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